Chronik unserer Tätigkeiten

 

 
Stand 06.2000 
 

(Die Aufzählung der Aktivitäten des Vereins und der Beteiligten stellt eine Auswahl dar und ist nicht vollzählig) 
 
 
Juli 1990 - Gründungsversammlung in Karlsruhe (8 Gründungsmitglieder) nachdem die Idee des Aufbaus einer Fahrradwerkstatt für Jugendliche ins Auge gefaßt war 
 
August 1990 - grünes Licht aus Uganda: das Waisenhaus St. Moses Children Care Centre nimmt unseren Vorschlag des Beschäftigungsprojektes "Fahrradwerkstatt" für die Jugendlichen an 
- erster Zeitungsartikel über das Projekt der Radwerkstatt in Uganda im Lokalteil der Süddeutschen Zeitung 
 
Oktober 1990 - Einkauf der Werkstattausrüstung nach Einholen von Informationen bei Radgeschäften 
- Radiointerview bei SDR 4 in Karlsruhe einen Tag vor der Abreise nach Uganda 
- Freiwillige reisen mit viel Werkzeug im Gepäck nach Uganda 
 
November 1990 - Einkauf der ersten CKD (Completely Knocked Down) Fahrräder bei Wellstar in Jinja, um sich mit der Technik der indischen Fahrräder vertraut zu machen 
 
Dezember 1990 - erster Besuch bei Morence Mpora im Westen Ugandas bei Fort Portal, der dort als Einheimischer Kinder betreut 
- Planungs- und Baubeginn der Radwerkstatt von St. Moses nahe Jinja 
 
Januar 1991 - Fertigstellung des Gebäudes der Radwerkstatt von St. Moses 
- Erstausstattung der Werkstatt mit finanziellen Mitteln zum Kauf von 18 Fahrrädern in Kisten und mit dem restlichen Werkzeug, das wir mitgenommen hatten 
 
Februar 1991 - Start des Routinebetriebs in der Werkstatt: Räder werden in Kisten in Teilen angekauft, montiert und als Neuräder verkauft. Die Einnahmen dienen zur Bezahlung der Monteure und zum Kauf weiterer Räder 
 
April 1991 und folgende Monate  - Uganda: Der Betrieb in der Werkstatt spielt sich ein, allerdings findet sich kein hauptverantwortlicher Jugendlicher aus dem Heim, der die Leitung übernehmen will 
- Deutschland: Erste Info-Veranstaltung mit Dias über den Aufbau der Fahrradwerkstatt, die postitive Resonanz lassen weitere Diavorträge folgen, ebenso wie Info-Tische zum Thema "Fahrrad als Transportmittel" im Rahmen von Aktionstagen und Ausstellungen 
- Nachfolger zum Ausbau der Werkstatt werden über eine Zeitungsanzeige in der taz gefunden: Sie reisen im April ebenfalls schwer bepackt nach Jinja und führen die Arbeit fort 
- Die Spendenresonanz läßt eine längerfristige Planung der Initiative zu 
- Entwurf von Faltblättern und Informationsbroschüren über die Arbeit des Vereins und deren Hintergründe 
 
August 1991 und folgende Monate  - erste Jahreshauptversammlung: Entscheidung zur Fortführung der Arbeit aufgrund der positiven Reaktionen und dem unerwartet guten Spendenaufkommen 
- Fortsetzung der Öffentlichkeitsarbeit durch Zeitungsartikel und Informationsveranstaltungen 
 
Februar 1992 - Erstellung der Diplomarbeit "So klein und eigenständig - Eine Fahrradwerkstatt in Uganda" als theoretische Reflexion des Praktiumseinsatzes im Ausland 
 
März 1992 - Antrag auf Zuschuß für den Bau von Unterkünften bei der Partnerschaftsbörse 3.Welt bei der Stadt Karlsruhe (für MitarbeiterInnen der Werkstatt von St. Moses und für das Waisenhaus von Morence Mpora) 
 
April 1992 - Entwicklung und Umsetzung der Idee der "Fahrradpatenschaften" (Klein- und Kleinstprojekte wie engagierte Privatleute werden nach sorgfältiger Auswahl gesponsorte Rädern übergeben) 
 
Mai 1992 und folgende Monate  - 16 gesponsorte Fahrräder 
- Überarbeitung und Neuentwurf des Info-Materials, Ausrichtung auf den Schwerpunkt "Fahrrad-Sponsoring" 
 
August 1992   - 30 gesponsorte Fahrräder 
- Richard Kisamaddu, der Geschäftsführer des Moses Bike Workshop, besucht auf Einladung Deutschland und Holland und informiert Interessierte über den Stand der Dinge 
 
September 1992 - 41 gesponsorte Fahrräder 
- Jahreshauptversammlung in Karlsruhe mit der Entscheidung, die Arbeit aufgrund der guten Resonanz auf die Idee der Fahrradpatenschaften weiterzuführen.
 
Oktober 1992 - Entgegennahme des VSF (Verband Selbstverwalteter Fahrradbetriebe) -Verkehrspreises 92 auf der IFMA in Köln für die Förderung des Fahrrades in Verbindung mit einer sozialen Initiative in einem Waisenhaus, Infostand 
- Dias und Informationsveranstaltung mit der Deutsch-Ugandischen Gemeinschaft zum ugandischen Unabhängigkeitstag in München 
- Vorbereitungen zum Aufbau einer zweiten Montagewerkstatt für Räder in Ostuganda   
 
November und Dezember 1992 - über 100 gesponsorte Fahrräder: das gesteckte Ziel für 1992 ist erreicht. 
- Zeitungsartikel in den Badischen Neuersten Nachrichten über Fahrradpatenschaften 
- Uganda: Unterkünfte in dem Kinderheim Morence Mpora werden gebaut
- Uganda: Zusage der Zusammenarbeit mit Rukararwe Workshop for Rural Development nahe Mbarara, Salem Uganda nahe Mbale, einem Fischerdorf im Ruwenzori-Nationalpark und Gonzaga Gonza Youth Association in Busoga-Disrict 
 
Februar 1993 - erste Ausgabe von gesponsorten Rädern an Hebammen, Krankenschwestern und Community-Health-Workers über Salem Uganda 
- Entwicklung von genauesten Verteilungskriterien für die Vergabe von gesponsorten Rädern in Salem, da der Bedarf für Räder sehr hoch ist 
 
März 1993 - 54 Spendenräder sind an ausgewählte Projekte und Privatleute vergeben 
- Mit zusätzlichem Kapital werden die einzigen in Uganda verfügbaren Frauenfahrräder (60 Stück) aufgekauft, damit wird der zukünftige Schwerpunkt der Verteilungsarbeit festgelegt: Unterstützung von Frauen durch Fahrräder 
 
April 1993 - erste Ausgabe von Frauen-Rädern an Frauen 
 
Mai 1993 - Übereinkunft über die zukünftige Förderung von Frauen durch Import von Frauenfahrrädern 
- Bestellung von 72 Frauenrädern in Jinja 
- erster Hand-Druck von extra für den Verein entworfenen T-Shirts in Salem Uganda 
 
Juni und Juli 1993 - Verteilung von Frauenrädern an traditionelle Hebammen und Krankenschwestern in Salem, an Betreuerinnen von AIDS-PatientInnen in und um Jinja 
- Montage von Rädern im Rukararwe-Projekt 
- Finanzierung von Schuluniformen, Matratzen und Decken für die Waisen bei Morence Mpora 
- Bestellung von weiteren 192 Frauenfahrrädern bei einem Großhändler in Jinja
 
August 1993 - Jahreshauptversammlung des Vereins in Karlsruhe: der neue Vorstand besteht aus Frauen, u.a. da der Schwerpunkt der Unterstützung durch Räder bei Frauen liegt 
 
September 1993 - Im Rahmen eines ASA-Programms wird eine Untersuchung zum Thema "Was hindert Frauen in Uganda an der Nutzung des Fahrrades" durchgeführt 
- ca. 120 Spendenräder sind verteilt 
 
Oktober 1993 - Eine Expertin aus Uganda gibt Interviews und hält Vorträge über die Bedeutung des Fahrrades für Frauen in Uganda u.a. in Zusammenarbeit mit dem ADFC Mainz, der Zeitschrift Radfahren (sie spricht als Krankenschwester aus eigener Erfahrung) 
 
November und Dezember 1993 - Durch eine Reportage in Radfahren und Kurzartikel in anderen Fahrrad-Magazinen wie pro velo, tour und anderen erlangt der Verein breite Wirkung in der Öffentlichkeit, was ein immens erhöhtes Spendenaufkommen zur Folge hat 
- Uganda: Diebe brechen in die Werkstatt in St. Moses ein und entwenden 22 gerade montierte Räder, die Räder werden nie mehr wiedergefunden 
- Uganda: Das erste Frauenradrennen mit gesponsorten Fahrrädern findet nahe Salem statt, 37 Teilnehmerinnen, große Presseresonanz 
 
Januar 1994 - Durch den alljährlichen Jahresabschlußrundbrief direkt aus Uganda werden nochmals SpenderInnen aufgerufen, den hohen Bedarf an Fahrrädern für eine Verbesserung der Gesundheitsvorsorge und der Lebensbedingungen der Menschen auf dem Land zu spenden 
- mindestens 292 Spendenräder sind verteilt 
 
Februar 1994 - gutbesuchter Info-Stand auf der Messe Urlaub und Fahrrad in Tübingen, Diavorträge 
- Vermarktung von afrikanischen Kleidungsstücken und Vereins-T-Shirts gegen Spenden 
- Vereinsvorstandssitzung in Karlsruhe: es wird an dem Schwerpunkt der Unterstützung von Frauen weitergearbeitet, insbesondere werden mehr Spendenräder in den Norden verteilt, da sie dort nach Auswertung der ASA-Untersuchungen besonders dringend gebraucht werden 
 
März 1994 - Vorstandstreffen in Karlsruhe: Richard Kisamadu soll für die Arbeit für die Initiative in Uganda ein Gehalt bekommen 
 
April 1994 - Entwurf eines Plakates für Fahrradläden, die die Idee des Vereins weitertragen wollen 
- Antrag auf Bau einer Unterkunft für RadtouristInnen in Katunguru im Ruwenzori-Nationalpark als income-generating- project für die nichtstaatliche Organisation ECCDO (Environment Conservation and Community Development Organisation) 
- Premiere des Videos vom ersten Frauenradrennen von Nakaloke/Uganda
- Schaltung einer Vereinsanzeige in den taz-Sonderseiten Fahrrad
 
Mai 1994 - Kooperation mit der schweizerischen Firma pro velo in Wetzikon bei Zürich, die uns in ihrem Katalog vorstellen, ein Budget für Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz zur Verfügung stellen und Fahrräder spenden. Durch die Veröffentlichung im Katalog gehen nochmals private Spenden ein. 
 
Juni 1994 - Infoveranstaltung zum Verein auf der Holzkirchner Eine Welt Woche mit permanenter Ausstellung
 
Juli 1994 - Zeitungsartikel in der SZ (Lokalteil) über boda-boda und den Verein 
- Der Antrag für Katunguru bei der Stadt Karlsruhe wird positiv beschieden
- Uganda: Morence Mpora hat Wasserzisterne fertiggebaut für die eigene Versorgung des Heimes mit Trinkwasser 
 
August 1994 - Kletterwand des "Basislagers" auf dem "Fest" in Karlsruhe als Benefizaktion für den Verein erwirtschaftet 1.300,- DM 
- mehrtägiges Info-Wochenende zum Verein in Karlsruhe mit reger Beteiligung
- Planung der Info-Tour von Richard Kisamaddu im nächsten Sommer 
- Uganda: Morence Mpora erweitert seine Gebäude wiederum, um genügend Platz für die Kinder zu haben, Schulgebühren für das kommende Jahr sind gedeckt durch SpenderInnen
 
September 1994 - ASA-Vorschlag für ein Studienvorhaben 1995 zu Chancen und Grenzen des Fahrradtourismus im Ruwenzori-Nationalpark als Einnahmequelle für BewohnerInnen des Nationalparks wird gestellt 
- pro velo, ein schweizer Fahrradversand unterstützt Uganda weiterhin mit Fahrradspenden 
- Antrag beim ABP wegen Finanzierung der Anreise von Richard Kisamaddu zu seiner Info-Tour im Sommer 95 
- Uganda: über 500 Spendenräder sind verteilt, vorwiegend Primary Health Care Aktivitäten in Nakaloke und Frauengruppen um Jinja, auch Rukararwe nahe Bushenyi und ECCDO nahe Kasese 
 
Oktober 1994 - Infostand auf der Verbrauchermesse Bayern-Öko mit Umsatz bei Kleidervermarktung und akzeptablem Spendenaufkommen 
- Veröffentlichung "Wo zwei Räder das Leben verändern" in der Mitgliedszeitschrift der Barmer-Ersatzkasse. Reaktion: Eine Flut von Anfragen, die kaum zu bewältigen ist und eine Fülle von Spenden 
- PraktikantInnen für Morence Mpora sind im Einsatz 
 
November 1994 - Fertigstellen des Vereinsrundbriefes, der in einer Auflage von mittlerweile weit über 1.200 Exemplaren von einer Praktikantin nach Uganda mitgenommen wird, um dort fertiggestellt und verschickt zu werden 
- Fahrradkalender 1995 mit dem Artikel "boda boda is a dangerous man" über das harte Geschäft der Fahrradtaxis in Uganda liegt in vielen Radläden zum Kauf auf 
 
Dezember 1994 - Start einer Benefiz-Radtour von Nairobi bis nach Kampala mit anschließender zweiter Auflage des Frauenradrennen bei dem Projekt, in dem Krankenschwestern und Hebammen die Räder zur Basisgesundheitsversorgung erhalten 
- Durchführung von Fahrradwartungs- und Fahrradreparaturkursen, die mit Zertifikat anerkannt werden (insbesondere für die Schüler des Lehrlingsinstitutes NVI in unmittelbarer Nachbarschaft zur Werkstatt in Jinja) 
 
Januar 1995 - Julian Kaller begibt sich nach Uganda zur Vorbereitung der Details der Info-Tour von Richard und um weitere finanzielle Unterstützung für Fahrräder zu überbringen 
- Übergabe der Zuschüsse für ECCDO für den Bau einer Unterkunft für TouristInnen im Queen Elisabeth Nationalpark. 
 
Februar 1995 - Diavorträge über die Benefiz-Radtour Nairobi-Kampala
 
März 1995 - Teilnahme an der Messe "Urlaub und Fahrrad" in Tübingen mit folgender Einladung zu einer Abendschau des SDR, viel Interesse für die Vereinsarbeit durch MessebesucherInnen 
 
April 1995 - Radiointerview bei BR im Mittagsmagazin 
- Antrag für Zuschüsse zur Finanzierung weiterer Fahrräder beim baden-württembergischen Wirtschaftsministerium 
- Teilnahme an einem Seminar zu Finanzierungsmöglichkeiten für entwicklungspolitisch arbeitende Gruppen in Baden-Württemberg 
- Im Rahmen des ARD-Weltspiegels wird der Bericht über die Bedeutung der Transportmittels Fahrrad in Uganda gesendet 
 
Mai 1995 - boda-boda Aktion im Rahmen des Jubiläums des größten Münchner-Fahrradkuriers "Transpedal" mit Scheckübergabe aus Spendenaktion 
- Bestellung eines Containers mit indischen Fahrrädern (392 Stück) für die Vergabe an die Kooperationspartner in Uganda 
 
Juni 1995 - Start der Infotour von Richard Kisamaddu quer durch Deutschland
 
Juli 1995 - Vereinshauptversammlung mit Satzungsänderungen (Fördermitgliedschaft) und vielen Interessierten 
 
August 1995 - Ruanda: Pater Hermann Schulz erhält 10.000,- DM für Fahrräder und eine Werkstatt für sein weiederaufzubauendes Jugenddorf 

Oktober 1995 - Verkehrspolitische Fachtagung in der ev. Akademie Bad Boll zum Thema "Verträgliche Mobilität für alle" mit hochrangigen VerkehrsplanerInnen und ExpertInnen aus aller Welt, Gestaltung der Arbeitsgruppe "Projektarbeit für zukunftsfähige Mobilität", sehr positive Rückmeldungen der TeilnehmerInnen zur Vorstellung der Vereinsarbeit 
RESUMEE: Weitere Veranstaltungen werden folgen

Januar 1996 - Fahrradrennen in Salem mit noch größerer Beteiligung als die Jahre vorher.
- Besuch von entwicklungshilfeminister C.-D. Spranger in der Radwerkstatt, wo der das 1500. Spendenrad übergibt und selbst eine Runde mit einem Rad dreht. Es folgt ein Treffen mit Bundespräsident Herzog in der Deutschen Botschaft in Kampala. 
- Rwanda: Pater Schulz erhält ein weiteres Budget v. 10.000,- DM für Fahrräder für Rwanda. 
 
Februar 1996 - Budget für weitere 100 Räder für Jinja
- Morence Mporas Kinderheim erhält ebenfalls weitere Unterstützung 
 
März bis Mai 1996 - Knapp 45.000,-DM werden nach Uganda zu Roadmaster in Kampala transferiertum einen Container mit Rädern zu kaufen. 
- Zuschuß des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg auf Mitfinanzierung eines Containers Fahrräder geht ein 
 
Juni/ Juli 1996 - Praktikanten bereiten sich auf den Aufenthalt in Uganda vor. Sie erhalten zum ersten Mal seit Vereinsbestehen eine Aufwandsentschädigung für ihre bevorstehende Arbeit 
- Absage von PraktikantInnen, nach Ruanda zu gehen. Die politische Situation in Burundi und damit auch in Ruanda zu unsicher. Gehen stattdessen nach Kenia um eine Radwerkstatt aufbauen. 
- Infostand beim Fahrradfest "Sattelfest" des ADFC Memmingen 
 
August 1996
 
- Student fliegt nach Uganda. Vorher hat er noch einen Artikel in einer Tageszeitung mit Spendenaufruf veröffentlichen lassen 
- Unterstützung durch eine international anerkannte Fahhradexpertin durch Fachliteratur
 
September / Oktober 1996 - Veröffentlichung “Verkehrssituation in Ländern der 3.Welt”, insgesamt ca. 5 Seiten in der “Fairkehr”. Titelblatt: Bananentransporter. 
- ASA-Antrag “Untersuchung der boda-boda Kultur in Uganda” 
- Ökologiestiftung NRW hat Veranstaltung zum Thema “Leitbilder für eine nachhaltige Mobilität”, Teil unserer Ausstellung ist dort, Postkarten und Infomaterial 
- Neues Faltblatt erstellt zur PraktikantInnenInfo 
- Fachgespräch Bad Boll: Sustainable Mobility Worldwide: Vorbereitung der "Internationalen Tagung" im März 1997 
 
November 1996 - Praktikant fährt über Kenya und Uganda nach Rwanda. Besuch von Richards Werkstatt, um was ähnliches in Rwanda zu einzurichten 
- Weiters Budget für Rwanda von knapp 4.500,-DM 
- Uganda: Budget für weitere 500 Räder 
 
Dezember 1996 - Budget für Morence Mpora
 
Januar 1997 - Praktikant erhält ein Budget von 3000,- DM für Kenya, um Radwerkstatt aufzubauen 
 
Februar 1997 - Nach Aufbau der Werkstatt in Kenya: Entscheidung nach der Rückkehr einen eigenen Verein (FairShare) zu gründen und in Kenya längerfristig weiterzuarbeiten 
 
März 1997 - Richard kommt als Referent auf Einladung der Evangelischen Akademie Bad Boll zu der Internationalen Fachtagung "Sustainable Mobility Worldwide" nach Deutschland 
 
April 1997 - Richard Kisamaddu macht eine Fundraising-Tour mit Diavorträgen quer durch Deutschland: Hamburg, Oldenburg, Düsseldorf und konnte die Zeit dazwischen für private Trips nutzen (Holland, Dresden) 
 
Mai 1997 - Veranstaltungen in der Volksschule Dietramszell, Ökologische Akademie Linden, Dritte Welt Café München 
- Abreise von Richard mit einem Budget für weitere 350 Räder 
- Großes, erweitertes Vorstandstreffen in Karlsruhe mit allen PraktikantInnen, die für den Verein im letzten Jahr unterwegs waren
- Eine Reihe Veröffentlichungen in Zeitungen 
 
Juni 1997 - Sommerinfo 97 an ca. 830 Adressen
 
Juli 1997 - Treffen mit Pater Hermann Schulz in München: Transfer von weiteren 15.000,- DM für die Räderinitiative nach Ruanda
 
September 1997 - Praktikant fährt für sechs Monate nach Uganda, sein Arbeitsschwerpunkt: Verkehrerziehung mit Kindern an Schulen, bezogen aufs Fahrrad 
 - Velo City in Barcelona: Ein Ugander gibt sich als Fahrradexperte aus. Warnungen gegenüber den Veranstaltern von Velo-City bestätigen sich später
 - Jahreshauptversammlung des Vereins mit Bestätigung des Vorstandes 
 
Oktober 1997 - “Bicycle Sponsorship Project and Workshop” in Uganda wird offiziell als Nichtregierungsorganisation anerkannt, in der Folge können eigene Anträge gestellt werden 
- Infostand beim Bürgerinitiativen Verkehrskongreß in Freiburg 
- Infostand beim Afrika-Tag von Tukolere Wamu in Gallenweiler

November 1997 - Die vier Motive der Postkarten Fahrradtransport werden nachgedruckt, da sie vergriffen sind 
- Der erste Antrag in Uganda beim DED zu einem “Bicycle Awareness and Maintenance Seminar” wird positiv beschieden, das Seminar in Jinja durchgeführt 
 
Dezember 1997 - Das Jahresinfo 1997 wird rechtzeitig vor Weihnachten verschickt, die SpenderInnen belohnen es mit einem kräftigen Spendeneingang: 20.000 DM für Räder. 
 
Januar 1998 - Vereinsmitglieder fahren nach Uganda: Planung der Zusammenarbeit der nächsten Monate, Besuch der ADFC-Initiative in Rwanda, Befragung von NGOs zu Mitbestimmungsmöglichkeiten in ihrer Organisation 
 
Februar 1998 - Praktikant fährt nach Uganda, sein Schwerpunkt: Vorantreiben der Steuerbefreiungskampagne für Fahrräder, Abbruch des Aufenthaltes wegen gesundheitlicher Probleme 
 
März 1998 - Weiteres Budget von 20.000 DM für fahrräder geht nach Uganda 
 
Juni 1998 - mobilité Köln macht einen Infostand zugunsten der Jugendhilfe, mit Verkauf von T-Shirts

August 1998 - Das Sommerinfo 1998 wird in Uganda fertiggestellt und an über 1.000 SpenderInnen verschickt. 
- Ein Student führt seine Feldforschung zum Thema "Das Fahrrad als Verkehrsmittel in Afrika und seine Wahrnehmung in der Entwicklungszusammenarbeit" durch. Er befragt 50 NGOs in Uganda dazu.
- Kooperationsgespräch mit dem ADFC zwecks Ausweitung deren Unterstützung in Sachen Fahrradförderung in Ostafrika
- TANGO-film, eine Produktionsfirma für ein Reisemagazin auf PRO 7, plant einen Beitrag über BSPW in deren Uganda-Film, wird aufgrund der Unruhen in Rwanda wieder abgesagt

September 1998 - Erste Erkundigungen für das FABIO-Büro mitten in Jinja werden eingeholt
- Halbjahresmeeting des Vorstandes von "Bicycle Sponsorship Project & Workshop" in Kampala:
* Capacity-Building Worshops werden systematisch in den Distrikten Tororo, Busia, Mbale, Pallisa durchfegührt
* Parlamentarierinnen haben sich im vergangenen Halbjahr besonders für BSPW eingesetzt
* Es wird gebeten, daß PraktikantInnen nicht länger als 6 Monate bleiben und daß sie den Kontakt im Vorfeld mit Richard selbst herstellen
* Die Steuerbefreiungskampagne für Fahrräder von BSPW wird fortgesetzt

Oktober 1998 - letzte Begutachtung des EU-Antrages auf Fahrräder durch CSP
- Antrag an das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg wird kurzfristig doch noch positiv entschieden. Abruf des Zuschusses bis Ende 1998
- Richard wird zur Velo-City 1999 nach Graz/Maribor eingeladen, die Flugkosten übenimmt nach Rücksprache der ADFC Bundesverband

November 1998 - Antragstellung bei der EU in zwei Varianten:
a) mit einem Volumen von 800.000,-DM, b) mit einem Volumen von 400.000,- DM
- Kontakte zu DED Uganda werden etabliert, um den Zuschuß von Baden-Württemberg rechtzeitig transferieren zu können

Dezember 1998 - Umzug der Werkstatt in die angekaufte, große Werkstatt in der Nähe der Nile-Breweries wird von Richard und dem Workshop-Team organisiert.
- Renovierungsarbeiten an dem neuen Workshop laufen auf Hochtouren
- Richard wird von der Evangelischen Akademie Bad Boll eingeladen, am World Council of Chrches in Harare teilzunehmen
- Ein Antrag auf Finanzierung des Pan African Bicycle Congress 2000 wird von Richard bei der Heinrich-Böll-Stiftung gestellt und prompt abgelehnt.

Januar 1999 - Workshop-Umzug wird abgeschlossen, Fahrräder für 40.000,- DM werden angekauft und montiert, um die lange liegenden Bewerbungen auf Räder zu befriedigen
- Eröffnung on FABIO-Office in der Main-Sreet in Jinja mit einem Radrennen und großen Feierlichkeiten und promnenten Gästen (MPs, DED Chef, etc.)
- Richard kommt zu einem privaten Aufenthalt kurz nach Deutschland

Februar 1999 - Der Verwendungsnachweis für den Zuschuß des Wirtschaftsministeriums wird fertiggestellt.
- Doktorand reist zu seinem ersten Teil der Feldstudie einer Langzeituntersuchung über das Transportverhalten von Haushalten im ländlichen Uganda

März 1999 - Der Sicherheitsdienst, der den Wachmann beschäftigt hatte, unter dessen Augen 1998 15 Räder aus der Werkstatt gestohlen wurden, zahlt eine Kompensation
- Richard kommt für drei Monate nach Deutschland, um an der Velo-City teilzunehmen und eine Fundraising-Tour zu absolvieren.

April 1999 bis Juni 1999
- Richard reist quer durch die BRD, um Werbung für sein Projekt in Uganda zu machen
- Jahresversammlung in Karlsruhe entscheidet, wieder ein Jahr weiterzumachen, da das Projekt rund läuft

August 1999 - Bicycle Workshop stellt einen Antrag bei Brot für die Welt auf Finanzierung eines Appropriate Technology Development Mobility Project nach Kontaktaufnahme beim Besuch von Richard in Deutschland
- DED Uganda besucht Bicycle Sponsorship Project, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie eine Förderung von FABIO weitergeführt werden kann
- Erste Idee zu einem Street-Childern-Projekt, in dem Straßenkinder Fahrräder zur Verfügung gestellt bekommen sollen und im Bereich der Fahrradmontage geschult werden sollen

September 1999 - FABIO stellt erste internationale Kontakte her: Zu Bicycle for Senegal, zu einer Fahrrad-Recycling Initiative
- Initiative nach Ghana, Kontakte zu Re~Cycle nach Südafrika
- Ein Bicycle-Credit-Scheme nimmt erste Gestalt an: Ein Konzept für Fahrräder auf Kreditbasis wird von BSPW geschrieben

Oktober 1999 - In der Radwelt, der Mitgliederzeitschrift des ADFC erscheint ein Artikel von Richard Kisamadu "Weihnachten ein Fahrrad schenken"
- Ein Projektantrag zu einem Fahrrad-Kredit-Schema wird beim BMZ gestellt.
- 40.000 DM Budget werden nach Uganda überwiesen

November 1999 - BSPW- und Fabio-MitarbeiterInnen nehmen auf Anregung des DED Uganda an einem Organisationsberatungsseminar teil, um die schnell wachsende Struktur von BSPW und FABIO zu optimieren.

Dezember 1999 - Eine lange angekündigte Spende vom Reifenhersteller Continental scheint in greifbarer Nähe: Ein Container mit soliden Reifen wartet auf den Transport, doch zuerst muß die Steuerbefreiung in Uganda gesichert werden. Dazu werden Parlamentsmitglieder in Uganda mobilisiert.
- Vereinsmitglieder besuchen Richard und Morence Mpora, um die Entwicklung der Projekte mit eigenen Augen bestaunen zu können.

Januar 2000 - Das Budget und der Arbeitsplan für 2000 für BSPW und FABIO wird präsentiert. Es geht kein Rad mehr ohne Capacity-Building-Seminar von FABIO mehr raus.
- Richard kommt zu privatem Besuch nach Deutschland
- Doktorand führt seine Langzeit-Feldstudie zur Fahrradnutzung zu Ende.

Februar 2000 - BSPW erhält Besuch vom Weltumradler YAK. Der ist begeistert von der Initiative. Leider machen die beiden auch schlechte Erfahrungen in Uganda: Seiner Freundin wird das Rad geklaut, Jinja-Police hat außer einem Auto ohne Reifen für die Fahndung nach den Tätern nix aufzubieten.

März 2000 - Der Fahrradanhänger-Großhändler Zwei plus zwei bringt den neuen Katalog mit einem Bild eines Bananentransporters aus Uganda. Leider hat sich bei der Quellenanbage der Fehlerteufel eingeschlichen, so daß als Kompensation ein Anhänger angeboten wird. Der wird nach Uganda geschafft und ist bei Ausstellungen ein Blickfang.

April 2000 - Ein neues Programm "Fahrräder auf Kredit" wird etabliert. Eine Bezuschussung dieses Progremms durch das Entwicklungshilfeministerium des Bundes gibt die Inititialzündung.

Mai 2000 - Kontaktaufnahme zu Re~Cycle, einer Nichtregierungsorganisation in England, die Fahrräder sammelt und nach Afrika verschifft.


 

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