NUN DOCH NOCH
EIN SOMMERINFO
 
 Zur Frage, was sich seit dem letzten 
Jahresabschlußinfo hier in Deutschland an Wichtigem getan hat, folgendes:

Anträge:
* Der Antrag an das Baden-Württembergische Wirtschaftsministerium über eine Förderung mit der Gesamtsumme von 70.000 DM (Eigenanteil ca. 20.000 DM) wurde im März zurückgestellt.
Das heißt nicht abgelehnt, es fehlen dem Ministerium auch Mittel für andere Projekte.
* Z.. Zt. läuft ein Antrag bei der Europäischen Union über eine Mitfinanzierung von über 4.500 Rädern (Anträge für Fahrräder, die bei Richard eingegangen sind). Eine Entscheidung steht noch aus.
Überraschend war, daß die EU-Kommission den für sie ungewöhnlichen Antrag nicht gleich zurückgewiesen hat.
* Richard stellt in Uganda seit neuestem Anträge in angemessener Form per Computer, Erfolg hatte er bereits beim DED mit Seminaren in Sachen Fahrradinstandhaltung.

Projektinfos:
Vielleicht muß der Vereinssitz der Jugendhilfe Ostafrika e.V. nun doch verlegt werden. Darüber wird bei der nächsten Jahreshauptversammlung (voraussichtlich im September) in Karlsruhe von den Mitgliedern entschieden. Julian Kaller, dessen Privatadresse seit zwei Jahren auch Vereinssitz ist, zieht aus beruflichen Gründen von Karlsruhe fort. Wenn sich niemand in KA findet, der/die diesen Platz einnimmt, steht leider eine Vereinssitzverlegung an. Leider, weil wir mit den zuständigen Behörden in Karlsruhe (Spendendurchlaufstelle, Wirtschafts-ministerium...) aber auch der Partnerschaftsbörse 3.Welt mehr als gute Erfahrungen gemacht haben, die wir ungerne aufgeben würden.
Wir werden aber dafür sorgen, daß zumindest das JuHi-Konto in Karlsruhe bleibt, damit die Änderungen nicht zu einem großen Chaos führen.

Beide Praktikanten mußten ihr Praktikum aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig beenden, somit wurden deren Aktivitäten „Fahrradförderung für Kinder in Schulen“ und  das  Voranpuschen der  Aktion „Senkung der Steuern auf Fahrräder“ ein stückweit auf Eis gelegt. Der nächste Praktikant, der Mitte Juli fuhr, hat u.a. das Thema „die (so überhaupt vorhandene) Bedeutung des Fahrrades für ugandische und ausländische NGOs (Nichtregierungsorganisationen)  in Uganda selbst.

Jürgen Perschon, der bereits 1997 im Rahmen seiner Staatsprüfung fürs Lehramt eine wissenschaftliche Studie mit dem Thema „Sozialgeographische Untersuchung zum Einsatz des Fahrrades als Verkehrsmittel in ländlichen Räumen von Uganda“ schrieb, plant nun seine Doktorarbeit dem Thema Fahrrad zu widmen. Da wir, oft nicht ganz ohne Bauchschmerzen, Kontakte zu den großen Entwicklungs-organisationen haben, für die solch wissenschaftlichen Studien von grundlegender Bedeutung zu sein scheinen, es auf diesem Gebiet kaum oder keine Studien gibt, kann solch eine Arbeit mit dem Schwerpunkt „Fahrrad“ von sehr großer Bedeutung werden. Allerdings sind wir uns fast sicher, daß sich durch eine noch so aussagekräftige Arbeit die Autozentriertheit der Entwicklungshilfeorganisationen nicht ändern wird. Wir werden Jürgen hier nach unseren Möglichkeiten unterstützen; allerdings liegt es nicht in unserer Hand, ob sich Sponsoren finden, die dieses Unternehmen erst möglich machen können, schließlich müssen 2 Jahre finanziert werden. 

Übrigens an der Brief- bzw. Fax-Aktion an den Präsidenten Ugandas mit der Aufforderung die Steuern bei Fahrrädern zu senken, beteiligten sich ca. 100 Leute von Ihnen, den LeserInnen dieses Infos. Ein herzliches Dankeschön und wir bleiben da weiter am Ball. (Bisher hat sich natürlich noch nichts geändert).

Seit März diesen Jahres ist Richard in Uganda ausgestattet mit Computer und Software. Von tatkräftig uns unterstützenden Personen hier in Deutschland organisiertem und kostenfrei zur Verfügung gestelltem Computer und Monitor mußte wir lediglich noch ca. 600 DM beisteuern, damit das „Teil“ in Uganda bisher (teu-teu-teu) super läuft. Nicht zuletzt der Transport nach Uganda wurde durch die Tatkraft zweier unerschrockenen z.T ugandaversierten Frauen zu einer Leichtigkeit. Richard erleichtert´s nun besonders seine Buchhaltung und die Antragstellungen.
Morence Mpora
Das Projekt entwickelt sich gut, die Landwirtschaft vergrößert sich, die Zahl der zu betreuenden Kinder auch. Wir geben weiterhin Unterstützung für Medizin, Schulgeld, Schulbücher, soweit nötig zusätzlich Nahrung bzw. Kleidung. Ab und zu fördern wir auch einen weiteren Ausbau am Camp.
Was uns sorgen macht, ist, daß Kichwamba mittlerweile 2 Mal von Rebellen überfallen worden ist  und Morence mit den Kindern zur nächsten kleineren Stadt fliehen mußte. Den Kindern ist jedoch nichts passiert. Dafür grassiert jedoch derzeit Malaria unter den Kindern.
                      
Zu guter letzt:
Natürlich an alle SpenderInnen, uns tatkräftig und ideell unterstützende Organisationen und Einzelpersonen, die letztlich diese Arbeit erst ermöglichen ein herzliches Dankeschön!!!!
 

 

 
 

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