Sommerinfo
1997
 
Hallo FreundInnen, SpenderInnen, Radmobile!  

Nachdem das letzte Sommerinfo ausfiel, kommt in diesem Jahr das Sommerinfo 1997 mal wieder aus Deutschland. Es gibt einiges zu berichten, obgleich es gar nicht so lange her ist, daß euch/Sie das Weihnachtsinfo erreichte: 

Besuch aus Uganda: 

Vom 9. März bis 30. Mai war Richard Kisamadu, unser "Chef" aus Uganda, für 3 Monate in Deutschland. 

Völlig unerwartet für uns wurde er Ende Januar von der Evangelischen Akademie Bad Boll als Referent zu der Tagung "Sustainable Mobility Worldwide" eingeladen. Die Jugendhilfe war zur Vorbereitung dieser Tagung von Anfang an dabei, vielleicht war das Kennenlernen und vielleicht sogar Wertschätzen unserer Initiative auch ein Grund für diese Einladung. 
Wie dem auch sei, Richard stand als Referent schon auf dem Tagungsprogramm, obwohl er noch garnicht rückgemeldet hatte, ob er überhaupt kommen kann. 
Letztendlich verlief alles ohne Komplikationen und wir konnten ihn in München empfangen. 

Tagung "Sustainable mobility worldwide" 

Zwei Wochen Bad Boll für Richard: Eine Tagung, die sehr gut vorbereitet und durch die konsequente Darstellung zahlreicher Ansichten und Stellungnahmen zu Mobilitätssituationen aus aller Welt sehr mutig durchgeführt wurde (s. Bericht von Richard ) 
Es wird eine ausführliche Tagungsdokumentation dazu bei der Akademie zu kaufen geben. Ergebnis war ein gemeinsam erarbeitetes Thesen- und Forderungspapier an den Weltkirchenrat in Genf und seine Tochterkirchen auf der ganzen Welt. Dieses Papier soll mit den sicherlich noch kommenden Ergänzungen aus den verschiedenen Ländern, v.a. die bisher kaum thematisierte Rolle der Kirche und die damit verbundene Verantwortung im Mobilitätsbereich verdeutlichen und deren ungenutzte positive Gestaltungspotentiale anregen. 

Besuche und Diavorträge 

Neben dieser Tagung, die uns dazu veranlaßte seinen Aufenthalt zu verlängern, hatte Richard in den drei Monaten auch die Möglichkeit Freunde in ganz Deutschland zu besuchen, er hielt in den verschiedenen Städten Diavorträge, die z.T. auf ein großes Interesse stießen und es wurde natürlich viel Zeit dazu verwendet die Vereinstätigkeiten zu besprechen und neue Pläne zu machen usw... 

PraktikantInnen 

Wilfried Rust (Heidelberg), der Mitte Dezember überaus erfolgreich sein Sozialarbeitspraktikum in Uganda abschloß, ist gerade dabei sein Studium abzuschließen. Der von ihm verfaßte inhaltliche und finanzielle Sachbericht für das das Wirtschaftsministerium Baden Württemberg (für den letztjährigen Zuschuß von 30.000 DM) hat das Ministerium ohne Anmerkungen anerkannt und damit wurde der erste größere Antrag erfolgreich abgeschlossen. Die Dokumentation -das muß hier einmal deutlich gesagt werden- wurde so ausführlich, klar und professionell gemacht, das er uns sicherlich auch zukünftig hilfreich sein wird. 

Jürgen Perschon (Wohltorf) schickte uns gerade heute (23.5) seine Magisterarbeit mit dem Thema "Sozialgeographische Untersuchung zum Einsatz des Fahrrades als Verkehrsmittel in ländlichen Räumen von Uganda". Eine auch für uns, die wir schon lange mit dem Thema Transport, Fahrrad und seinem Einsatz in Uganda beschäftigt sind, sehr aufschlußreiche und spannende Arbeit. Diesmal ja sogar eine "wissenschaftliche" Arbeit, die uns in vielen Bereichen bestätigt uns aber auch zu denken gab und diskutieren läßt. 

Markus Hahn (Nürnberg) kam Mitte März aus Rwanda wieder, wo er als erster Mitarbeiter der Jugendhilfe in Rwanda dafür sorgte, daß die Spendengelder für Rwanda in ein durchdachtes und zukunftsfähiges Fahrradprojekt umgesetzt wurde. (s. Bericht ) 

Guido Bartels (Göttingen) kam Ende April nach 4 Monaten aus Kenia wieder, wo er für Straßenkinder in Eldoret die Grundsteine für ein boda-boda Fahrradtaxisprojekt legte. (s. Bericht ). 

!!!All diesen unseren MitstreiterInnen ein herzliches asante sana (Dankeschön)!!!! 

Aber es gibt auch Pläne: 

Michael Rau, Sozialarbeitsstudent an der FH Reutlingen, möchte -so alles gut läuft- während seines Praktikum ab Oktober 1997 in Jinja arbeiten. Thema für ihn wird die ganz gezielte Kontaktaufnahme zu Schulen in Uganda sein. Bicycle promoting and awareness creation with small children in schools könnte sein Thema lauten. Erarbeitung von Schulstunden mit dem Thema "Fahrrad und Transport", das Fahrradfahren lernen (besonders auch für Mädchen) innerhalb des Unterichtsrahmens, Versuch eines Austausches zwischen SchülerInnen in Uganda und Germoney, vielleicht sogar die Organisation von Kinderfahrrädern speziell zu diesem Zweck.....das alles könnte zu seinem Ausbildungs- und Aufgabenfeld dazugehören. 

Adelheid Schulte-Bocholt & Emmeram Raßhofer 
 

 
 

Credits Berichte Übersicht