Mama Jane Children Care Center, Jahresinfobrief 2008

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Pateneltern!

Im Namen aller Mitarbeiter, Kinder und Jugendlichen des Mama Jane Children Care Centers in Uganda bedanke ich mich herzlich für Ihre Zuwendungen im vergangenen Jahr. Ihre Spendenquittungen füge ich diesem Schreiben bei.

Ein persönlicher Rückblick…
Bevor ich berichte, was sich im letzten Jahr im Heim ereignete, möchte ich gerne persönlich zurückblicken:
Mein Einsatz für das Heim rührt aus einem dreimonatigen Praktikumsaufenthalt dort im Rahmen meines Studiums zur Diplom-Sozialpädagogin. Dieser Aufenthalt im Jahre 1999 liegt nun knapp 10 Jahre zurück. Daheim wieder angekommen, versuchte ich Menschen zu finden, welche bereit sind, das Mama Jane C.C.C. zu unterstützen. Durch die Präsentation des Mama Jane C.C.C. in dem Jahresabschlussinfo des Verein Jugendhilfe Ostafrika e.V. wurde der Bekanntheitsgrad des Heimes erhöht und es konnten weitere Spender gewonnen werden. Im Jahr 2000 wurden 1220,- DM an das Heim überwiesen. Im Jahr 2008 betrug die Summe Ihrer Zuwendungen für das Heim knapp 9800,- Euro, für das Projekt “Studium Farida“ (näheres dazu unten) zusätzlich 1990,- Euro. Im Laufe der Jahre wurden wir so zu einem recht verlässlichen Partner für das Mama Jane C.C.C. Die Heimleiterin Agnes Nabawanga bedankt sich regelmäßig herzlich für diese Zuwendungen , sie schreibt: „ I thank you on behalf of the management, staff and the entire children for the sponsorship of the children in Mama Jane. They have enabled us to go through the year. Thank you for the continued support. God bless you all.“
Herzlichen Dank an alle Spender, die das Heim unterstützen! Mein besonderer Dank gilt denen, die das Waisenhaus seit nunmehr 10 Jahren monatlich in Form einer Patenschaft unterstützen und zum Teil in regelmäßigem Austausch mit ihrem Patenkind stehen.

Das Jahr 2008 im Mama Jane Children Care Center…
Meine Angaben entnehme ich dem Jahresbericht des Mama Jane C.C.C., der einigen von Ihnen direkt aus Uganda zugesendet wurde.
Mittlerweile bringen sich 18 Personen in die Betreuung und Versorgung der 106 Kinder, sowie die Organisation der Projekte des Mama Jane C.C.C. ein. Manche der Kinder leben in Pflegefamilien oder in Unterkünften, die an weiterführende Schulen angegliedert sind. Agnes berichtet, dass mehrere der Pflegefamilien von HIV/Aids betroffen sind und häufig finanzielle sowie materielle Unterstützung benötigen, um die Kinder versorgen zu können.
Allen Kindern und Jugendlichen konnte der Kindergarten- bzw. Schulbesuch ermöglicht werden. Die schulischen Leistungen der Kinder waren insgesamt gut. Kinder mit schulischen Schwierigkeiten erhielten Nachhilfe. Zwei Studenten haben die Universitätsexamen bestanden. Eine junge Frau bestand ihre Ausbildung zur Erzieherin und konnte im Kindergarten des M.J.C.C.C. angestellt werden. Ein junger Mann fand nach abgeschlossener Ausbildung zum Installateur eine Anstellung in Kampala. Weitere Kinder konnten ihre Ausbildungen beginnen/ weiterführen und zwei Studenten wurde es ermöglicht, sich an der Makarere Universität in Kampala einzuschreiben.
Außerhalb der Schule haben sich die Kinder in den Projekten im Heim eingebracht und die MitarbeiterInnen bei ihrer Arbeit unterstützt. Lebenspraktische Fähigkeiten wurden beim Nähen, gärtnern und dem Erstellen von Kunsthandwerk trainiert. Körperliche und soziale Fähigkeiten bei Sport, Spiel, Musik und Tanz gestärkt. Aktivitäten wie Briefe schreiben, zur Kirche gehen und der Besuch von Freunden brachten zudem Abwechslung in den Alltag der Kinder. Am 24. Juni feierten alle Kinder im Mama Jane C.C.C. gemeinsam ihren Geburtstag, da in den wenigsten Fällen die genauen Geburtsdaten bekannt sind. Jedes Kind erhielt ein Geschenk (bspw. Schuhe, Socken, Süßigkeiten) und es war ein schönes Fest für alle.
Grundsätzlich wurde auf eine gute Hygiene geachtet, es wurden notwendige Impfungen vorgenommen und die Kinder im Heim waren überwiegend gesund.
Seit dem Jahr 2007 Jahr soll allen Waisenkindern, die das 18.Lebensjahr vollendet haben, die Möglichkeit gegeben werden, in ihre Heimatgemeinden zurückzukehren. Das „Probation and Social Welfare Office“ verfolgt damit das Ziel, den jungen Erwachsenen ein selbständiges Leben zu ermöglichen und Verwandte in die Verantwortung zu nehmen. Die Kinder sollen wenn möglich das Vermögen der verstorbenen Eltern erhalten. So wurden vier inzwischen erwachsene Waisenkinder aus dem Heim entlassen und erhielten ein Startkapital von rund 200 Euro, um Ihnen den Weg in die Selbständigkeit zu erleichtern.

Zum Stand der Projekte zur Sicherung des Lebensunterhaltes berichtet Agnes folgendes:
das Gästehaus ist nahezu vollständig renoviert und die fertig gestellten Räume werden bereits vermietet. Die Zielgruppe der „Mieter“ sind dabei im wesentlichen Besucher des Heimes sowie Freiwilligenhelfer, die im Heim mitarbeiten.
Dank einer Spende aus den Niederlanden konnte weiteres Land für den Gartenbau erworben werden
Kuhhaltung: zwei Kälber wurden geboren, weitere zwei Kühe sind trächtig
Der Kindergartenbetrieb, die Schneiderwerkstatt sowie die Hühnerzucht wurden mit Veränderungen weitergeführt

Die Ausgaben in allen Bereichen (Erziehung, Ernährung, medizinische Versorgung, Wasser/Strom, Schulgebühren, Mitarbeiterkosten…) aufzubringen, stellt die Heimleiterin vor große Herausforderungen. Erwachsene Waisen benötigen aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation häufig weiterhin finanzielle Unterstützung. Dependency syndrome

 Wichtig ist deshalb weiterhin, mehr dauerhafte Sponsoren und Pateneltern zu finden. Anbei sende ich den aktuellen Flyer mit Informationen zum MJCCC. Sehr dankbar wäre ich Ihnen, wenn sie im Bekannten- und Verwandtenkreis für die Unterstützung des Heimes werben könnten. Bitte kontaktieren sie mich, sofern sie weitere Exemplare benötigen.

Spendenaufruf für Farida Nankinga…
Seit 10 Jahren unterstützt meine Mutter ein mittlerweile 21 Jahre altes Mädchen im Mama Jane C.C.C. monatlich in Form einer Patenschaft. Wie oben erwähnt wurde, konnten im Herbst zwei Studenten ein Studium beginnen, eine davon ist Farida Nankinga. Sie studiert an der Philosophischen Fakultät der Makarere Universität in Kampala mit dem Ziel Lehrerin zu werden. (Faculty of Arts in Education).
Die Studiengebühren in Uganda sind hoch. Demgegenüber bietet ein abgeschlossenes Studium sehr gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz. Die Gesamtkosten für das Studium und die Verpflegungskosten belaufen sich in 3 Jahren (6 Semestern) auf rund 4100 €. (Alle Angaben wurden überprüft.) Die Heimleiterin Agnes und Farida baten meine Mutter um Unterstützung, damit Farida das Studium ermöglicht werden kann. Daher verfasste meine Mutter einen Spendenaufruf, in dem Sie um Spenden für das Studium warb. Bisher kann durch die Zuwendungen vieler Einzelner knapp die Hälfte des Studiums finanziert werden und Farida konnte das Studium beginnen. Farida ist eine ehrgeizige junge Frau und sehr dankbar für diese Unterstützung. Daher bitte ich Sie, dieses Projekt weiter zu unterstützen.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen können Sie sich gerne an mich wenden.
Wer sich zu einer Spende entschließen kann, überweise das Geld bitte auf das bekannte Konto bei der Sparda Bank Baden-Württemberg unter Angabe der Postadresse und des Verwendungszweckes „Farida“.

Liebe Spenderinnen und Spender, nochmals vielen Dank für Ihre Zuwendungen im vergangenen Jahr. In der Hoffnung auch im nächsten Jahr weiterhin damit rechnen zu können,

verbleibe ich mit den besten Wünschen

Alexandra Münch

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