Jugendhilfe Ostafrika e.V.

Über uns und unsere Arbeit

WER WIR SIND

ein 1990 von Ostafrika-Interessierten gegründeter, gemeinnütziger Verein
mit ca. 35 Vereinsmitgliedern, davon 8-10, die den Verein durch ehrenamtliche Arbeit tragen

WAS WIR TUN

Wir fördern das Fahrrad als angepasstes Transportmittel in Ostafrika
Wir organisieren “Fahrradpatenschaften” und arbeiten dazu mit Projekten im Gesundheits-, Bildungs- und landwirtschaftlichen Bereich zusammen. Dabei ist es uns wichtig, dass ortsübliche, robuste Fahrräder verteilt werden, die zur Not auch mit einfachen Mitteln repariert werden können und die sehr lastentauglich sind.
In unserer Werkstatt BSPW fertigen wir auch Dreiräder und Rollstühle für Behinderte und Krankentransportanhänger
Wir unterstützen die Werkstatt BSPW in Jinja am Viktoriasee, die mittlerweile ein Zentrum für angepasste Technologien ist und von Ugandern selbst verwaltet wird.
Wir unterstützen die selbstorganisierten Kinderprojekte “Morence Mpora Rural Family” bei Fort Portal im Westen Ugandas und “Mama Jane’s Children Care Centre” in Jinja, in denen Kinder leben und Schulen aufgebaut wurden.

Wir unterstützen brennholzsparendes Kochen durch die Herstellung und den Vertrieb energiesparender Kocher und Solarkocher und leisten durch ein Wiederaufforstungsprogramm bei Fort Portal im Westen Uganda einen Beitrag zum Klimaschutz.

WARUM WIR DAS TUN

Ein Fahrrad stellt in ländlichen Gebieten Ugandas das einzig sinnvolle Transportmittel dar und
ermöglicht Familien eine Verbesserung ihrer Lebenssituation und ihrer Einkommensverhältnisse. Eine Investition in ein Fahrrad für eine Familie oder eine Dorfgruppe bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Das liegt uns besonders am Herzen.

Uganda zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und hat durch die hohe Rate an Aids-Kranken viele Waisen oder Halbwaisen die in Kinderheimen leben.

WIE WIR ARBEITEN

Wir sind eine überschaubare und kontrollierbare Gruppe, die Anonymität vermeiden will und arbeiten eng zusammen mit Einheimischen, die mit den Gegebenheiten vor Ort am besten vertraut sind.
Die Vereinsarbeit ist ausschließlich ehrenamtlich – auch unsere Reisekosten finanzieren wir privat. Dadurch haben wir extrem niedrige Verwaltungskosten in Deutschland von unter 1% der Gesamtausgaben. Das heißt, von jedem Euro Spende kommen 99 Cent da an, wo sie gebraucht werden, nämlich in Uganda.

DATEN ÜBER UGANDA

Uganda liegt in Ostafrika, direkt am Victoriasee. Es grenzt im Norden an Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania und Ruanda und im Westen an Zaire. Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier: Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Das Land wird im Süden vom Äquator durchzogen.
Wichtige Städte
Uganda ist, abgesehen von der Haupt- und Millionenstadt Kampala, eher von kleineren Städten geprägt. Lediglich Gulu und Lira überschreiten noch die Grenze von 100.000 Einwohnern zur Großstadt. Andere größere Städte sind Jinja mit rund 99 000 Einwohnern, Mbale (82 000 Einwohner).


Uganda
Religion und Sprache
Rund 85% der Gesamtbevölkerung Ugandas sind Christen. Davon bekennt sich die überwiegende Anzahl entweder zur römisch-katholischen (45 %) oder zur anglikanischen Kirche (35%). Über 10% der Ugander sind meist sunnitische Muslime. Die restlichen Einwohner sind Anhänger von traditionellen afrikanischen Religionen. Englisch ist die offizielle Amtssprache. Daneben ist Suaheli seit der Verfassungsänderung vom September 2005 zweite offizielle Amtssprache. Im Alltag werden dagegen die indigenen Sprachen benutzt.
Wirtschaft
Die Wirtschaft im Süden und in der Mitte des Landes prosperiert. Hauptausfuhrgut ist – wie zur Protektoratszeit – Kaffee (erbringt 55 % der Exporterlöse), in kleinerem Umfang auch Gold. Auch Tee (5 %), Fisch (7,5 %) aus dem Viktoria-See und Tabak (4 %) werden exportiert. Die Exporte haben einen Gesamtwert von 621 Millionen US-Dollar gegenüber Importen von 1.306 Millionen US-Dollar. Nachdem die Wirren der Zeit Amins und Obotes beendet waren und Uganda sich unter Museveni stabilisierte, setzte ein beständiges Wirtschaftswachstum mit Wachstumsraten von etwa 5-6 % jährlich ein. Dennoch zählt Uganda weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt: noch 2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auf 82%.
Uganda ist wie die meisten Staaten der Welt vom Klimawandel betroffen. Experten gehen davon aus, dass durch die neue Klimasituation bspw. in wenigen Jahren kein Kaffeeanbau in Uganda mehr möglich sein wird.
Die Währungseinheit von Uganda ist der neue Uganda-Schilling.
Quelle der Daten und Karten: http://de.wikipedia.org/wiki/Uganda unterliegen der GNU Free Documentation License

WAS WIR BISHER GETAN HABEN

Es begann mit dem Aufbau einer Fahrradwerkstatt für Jugendliche im Waisenhaus “St. Moses Children Care Centre” in Jinja 1990 – daraus ist schließlich BSPW entstanden.
Da Fahrräder zwar nützlich aber für die arme. ländliche Bevölkrung unerschwinglich war wurde bald darauf die Idee der Fahrradpatenschaften geboren. Inzwischen wurden auf diese Weise über 25 000 Fahrräder sowie zahlreiche selbst gebaute Krankentransportanhänger, Dreiräder und Rollstühle für Behinderte vergeben. In verschiedenen Programmen (“Women on the move”, “Bicycles for Peace”) konnten gezielt Teile der Bevölkerung angesprochen werden.
Eine Zeit lang haben wir auch Lobbyarbeit für Fahrräder und nichtmotorisierten Verkehr betrieben und zu diesem Zweck 1997 “FABIO” (“First African Information Office” gegründet.
2001 konnten wir die erste internationale Fahradkonferenz Afrikas (PABIC, Pan African Bicycle Congress) in Jinja ausrichten.
(Weitere Informationen dazu im Jahresinfo 2001 sowie unter http://www.pabic.org)
2006 trennten wir uns von FABIO und kehrten zu unserem Kerngeschäft, nämlich der Fahrradverteilung zurück.
In der Werkstatt BSPW entstand ein Zentrum für angepasste Technologien mit einer Maismühle, einer Schreinerei- und einer Schlossereiabteilung. Außerdem werden dort Energiesparöfen und –herde getöpfert, mit denen wertvolles Brennmaterial (Holz und Holzkohle) eingespart werden kann. Mit diesen „income-generating projects“ sollen mittelfristig die Löhne der Beschäftigten selbst erwirtschaftet werden. Außerdem können dort Einheimische handwerklich ausgebildet werden.
2010 wurde ein Erweiterungsbau der Werkstatt errichtet.
2012 wurde eine Zweigstelle in Fort Portal gebaut („BSPW Fort Portal Branch“). Von dort aus können viele weitere bedürftige Familien und Dorfkooperativen in dem sehr ländlichen Gebiet am Fuße der Ruwenzoris erreicht werden.

Im Projekt “Morence Mpora Rural Familiy” bei Fort Portalsind seit 1991 zahlreiche Kinder unterstützt worden. Ebenso wurden neue Gebäude errichtet, z.B. Unterkünfte, eine Bücherei, Schulen, ein Wassertank, ein kleines Waschhaus und ein Kochhaus. Zur Zeit wird ein ganzer Hügel aus Spendengeldern wieder aufgeforstet.

SO KÖNNEN SIE UNS UNTERSTÜTZEN

Mit 90,- € wird ein ganzes Fahrrad finanziert.
Möglich ist aber auch ein Anteil.
Für allgemeine Unterstützung der Fahrradwerkstatt bitte bei Verwendungszweck „Werkstatt“ angeben.

Spendenkonto Fahrräder/ Tricycles/ Fahrradwerkstatt: 10 3237012
Sparda-Bank Baden-Württemberg, BLZ 600 908 00
IBAN DE28 6009 08000 1032 37012

Spendenkonto „Morence Mpora Rural Family“ 20 3237012
IBAN DE72 6009 08000 2032 37012

Spendenkonto Mama Janes Children Care Centre:
40 3237012 IBAN DE63 6009 08000 4032 37012

Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Bitte dazu unbedingt Namen und Adresse im “Verwendungszweck” abgeben.

Jugendhilfe Ostafrika e. V.
Auer Straße 66
Eva Rudolph
76227 Karlsruhe

Telefon: 0721-462802
E-Mail: jugendhilfe-ostafrika(ät)web.de

 

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