RURAL FAMILY MORENCE MPORA

Projekt
RURAL FAMILY MORENCE MPORA
Geschichte
Hilfe zur Selbsthilfe

Das Projekt ‘Rural Family Morence Mpora’ wird geleitet von einem Einheimischen, Morence Mpora, der – wie er selbst berichtet – seinerseits seine Schul- und Ausbildung durch Unterstützung über Spenden erhalten konnte. Darum möchte er sich ebenfalls um arme und verwaiste Kinder kümmern und ihnen Schulbildung zukommen lassen.

1993, als wir zum ersten Mal persönlichen und intensiveren Kontakt zu diesem Projekt aufgenommen haben, waren dort 25 Kinder, die Morence Mpora bei sich am Hof aufgenommen hatte – ein Platz inmitten eines Urwaldes von Bananenstauden, ohne Elektrizität und ohne Wasser, abgelegen von der Straße und jenseits jeglicher Infrastruktur, ca. 18 km entfernt vom Hauptort Fort Portal.
Damals gab es in Uganda noch keine staatlich geförderten Schulen. Die Kinder, deren Eltern es sich leisten konnten, gingen in private Schulen.
Busverbindungen waren 1993 ebenfalls nicht vorhanden. Die Wege wurden zu Fuß bewältigt, teilweise bis Fort Portal. Außerdem wurde ein Schüler nur zum Unterricht zugelassen, wenn er die der Schule entsprechende Schul-Uniform aufbringen konnte.

Somit waren also Schulgeld, Schul-Uniform, eine eigene Decke, eine Matratze und ein eigenes Bett Hauptwünsche der Kinder.
Mit Spenden, die wir vor unserem Abflug gesammelt hatten konnten wir zunächst diese Wünsche (bis auf die Bettgestelle, die erst später hinzu kamen) erfüllen. Und wir versprachen beim Abflug, uns weiterhin um Unterstützung zu kümmern.

In Deutschland ist ein Spender-Kreis entstanden, so dass wir regelmäßig die Kinder mit Schulgeld, Medizin und weiteren Lebensgrundlagen unterstützen konnten und können.

Im Laufe der Zeit konnten wir auch Zuschüsse zu baulichen Maßnahmen geben: Zunächst 1 Wassertank, um während der Regenzeit Wasser auffangen zu können, später konnte ein Kinderhaus errichtet werden, wobei die Backsteine für diese Bauten damals noch selbst hergestellt wurden.

So ist das Projekt in den letzten 22 Jahren – auch mit Hilfe anderer Unterstützer – immer mehr gewachsen. Von damals 25 ist die Anzahl der Kinder, die durch das Projekt direkt unterstützt werden, auf ca. 150 angestiegen.

Mittlerweile konnte in diesem Gebiet für die ganze Bevölkerung eine Vorschule, eine Grundschule (derzeit 320 Schüler) und eine Sekundarschule (derzeit ca.700 Schüler) für die ganze Region errichtet werdenMM. Dort können die Schüler alle in Uganda möglichen Abschlüsse bis zu einem unserem Abitur vergleichbaren Examen machen.
In einer eigenen Bibliothek können sich die Schüler Schulbücher ausleihen und ihre Hausaufgaben erledigen.

Weitere Spenden wurden eingesetzt zur Förderung der Landwirtschaft und später für die dringend notwendige Aufforstung.

Zusammenfassend die Entwicklungsstufen des Projektes seit 1993:

Zuerst wurde der Hunger gestillt, es gab Kleidung und Schulgeld, die medizinische Versorgung wurde zur Verfügung gestellt, das Dach über dem Kopf wurde stabiler. Es wurden Schulen gebaut, so dass die Bildung ihren Platz bekam. Jetzt ist man dabei, an die Ökologie zu denken. Man merkt, dass das geschlagene Holz, das zum Kochen benötigt wird, nicht mehr schnell genug nachwächst, so dass ein größeres Projekt ‚Aufforstung’ heißt, verbunden mit dem Bau von neuen Kochanlagen, die weniger Brennholz benötigen. Außerdem sind 4 Solar-Kocher am Hof, mit denen heißes Wasser zubereitet werden kann, so dass das Kochen auf dem Herd bereits mit heißem Wasser begonnen werden kann. Speziell für das Projekt ‚Aufforstung‘ haben sich einige Unterstützer gefunden- z.B. auch die Partnerschaftsbörse der Stadt Karlsruhe.

Unsere Aufgabe ist nach wie vor, möglichst vielen Kindern eine Schulbildung zukommen zu lassen. Staatliche Schulen sind immer noch nicht flächendeckend vorhanden. Die Klassen dort sind meist überfüllt (100 und mehr Kinder), so dass Bildung nur auf sehr niedrigem Niveau angeboten werden kann.
So sind – auch heute noch – viele Kinder ohne Unterricht; vor allem, weil die Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder auf eine der privaten Schulen zu schicken. Das monatliche Schulgeld übersteigt im Allgemeinen das Monatseinkommen der Eltern. Oder aber, und das kommt in Uganda sehr häufig vor, die Kinder sind bereits Waisen.

Jugendhilfe Ostafrika unterstützt derzeit 40 Jugendliche, 19 Mädchen und 21 Jungen, wobei wir Wert darauf legen, dass sie die Schullaufbahn bis zu einem Abschluss durchlaufen.

Wie haben mittlerweile dafür gesorgt, dass den Jugendlichen zwei Betreuungspersonen – ein Mann und eine Frau- zur Verfügung stehen, die sie in ihren alltäglichen Fragen und Problemen ansprechen können und mit denen wir in Kontakt stehen.

Nach jedem Trimester erhalten wir Kopien der Zeugnisse ‘unserer’ Kinder, so dass wir ihre Fortschritte sehen oder bei Bedarf Unterstützungsmaßnahmen anregen können.
Außerdem überprüfen wir die Verwendung der Spendengelder.

So können wir bereits auf eine stolze Zahl von jungen Frauen und Männern zurückblicken, die mittlerweile als Lehrer, Krankenschwestern, Geschäftsleute etc. tätig sind.

Ziele für die nächsten Jahre – neben der kontinuierlichen Förderung der Schulkinder – sind zwei weitere Kochhäuser an den Schulen, die Fortsetzung der Aufforstung und die Unterstützung der Landwirtschaft, um mit den Erzeugnissen auf den Markt gehen zu können.

Margit Gärtner

Christa Frei

Kirschstr. 21 c, 76189 Karlsruhe, Tel. 0721/578564
e-mail: christa frei@gmx.de

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2 Responses to RURAL FAMILY MORENCE MPORA

  1. Steffen Wachter says:

    Liebe Christa Frei,

    ich bin schon seit jahren immer mal wieder ein Unterstützer von Morence und wir haben unter anderen für die Bibliothek und die Schule größere Beträge gespendet. ich möchte nun wieder mal etwas unterstützen und wollte fragen wohin ich eine steuerabzugsfähige Spende hinüberweise.
    Für eine schnelle Antwort bedanke ich mich im voraus
    LG Steffen Wachter

    • Jugendhilfe says:

      Lieber Herr Wachter,

      Frau Gärtner, die mittlerweile das Projekt “Morence Mpora” betreut, wird Ihnen antworten.

      Viele Grüße
      Eva Rudolph

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